Kieferorthopädie – medizinische Maßnahmen zur Korrektur von Zahn- und Kieferfehlstellungen

Ein von Natur aus makelloses Gebiss ist den wenigsten Menschen vergönnt. Zahnfehlstellungen sind weit verbreitet. Schiefe Zähne und Kieferfehlstellungen stellen zwar nicht grundsätzlich ein Gesundheitsproblem dar, sie können jedoch zu Zahnfleisch- und Schleimhautentzündungen führen und Karies und Parodontose sowie Kiefergelenksbeschwerden begünstigen. Darüber hinaus spielen für viele Betroffene auch ästhetische Aspekte eine Rolle. Die Kieferorthopädie kennt Methoden und Verfahren, mit denen sich Zahn- und Kieferfehlstellungen korrigieren lassen.

Was genau ist Kieferorthopädie?

Die Kieferorthopädie befasst sich als Teilgebiet der Zahnheilkunde mit der Verhütung, der Diagnostik und der Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen. In der Fachsprache wird sie auch als Dento-Maxilläre Orthopädie (Kieferregulierung) bezeichnet, in angloamerikanischen Ländern ist außerdem der Begriff Orthodontie (Zahnregulierung) üblich.

Wann sind kieferorthopädische Maßnahmen sinnvoll?

Eine kieferorthopädische Behandlung empfiehlt sich immer dann, wenn die Zahnstellung so weit von der Norm abweicht, dass die daraus resultierenden Zahnzwischenräume Zahn- und Zahnbetterkrankungen fördern. Bestehen Beeinträchtigungen beim Kauen und beim Sprechen oder lassen sich die Lippen nicht schließen, ist eine solche Maßnahme in jedem Fall ratsam.

Stehen Zähne zu eng entstehen Schmutznischen, in denen sich vermehrt Zahnbelag ansammelt. Durch die Beseitigung solcher Engstellen kann eine kieferorthopädische Therapie Karies und Zahnfleischentzündungen gezielt vorbeugen. Kieferorthopädische Maßnahmen können außerdem das Fortschreiten von Schäden am Zahnhalteapparat verhindern, die durch Fehlbelastungen aufgrund einer ungünstigen Verzahnung hervorgerufen werden.

Darüber hinaus schützt die Korrektur von Fehlstellungen die Zähne vor einer übermäßigen Abnutzung durch Fehlbelastungen. Auch das Risiko für Zahnverletzungen und vorzeitigem Zahnverlust bei Patienten mit großer Frontzahnstufe lässt sich verringern.

Der ästhetische Faktor einer kieferorthopädischen Behandlung kommt vor allem bei Erwachsenen zum Tragen, die sich durch ihre schiefen und unsymmetrischen Zähne gestört fühlen. Durch entsprechende Maßnahmen lassen sich die Gesichtsharmonie, der Profilverlauf und damit die gesamte Gesichtsästhetik optimieren.

Welche Behandlungsformen bietet die Dento-Maxilläre Orthopädie?

Für gewöhnlich geschieht die Korrektur der Fehlstellungen mit herausnehmbaren oder festsitzenden Behandlungsapparaturen, zum Teil auch mit einer Kombination aus beidem. Herausnehmbare Spangen kommen im Allgemeinen bei geringfügig ausgeprägten Fehlstellungen zur Anwendung. Sie bestehen aus einer individuell gefertigten Kunststoffbasis mit Korrekturelementen und Klammern aus Edelstahl, die teilweise mit kieferorthopädischen Schrauben ausgestattet sind.

Bei schwerwiegenden Zahn- oder Kieferfehlstellungen greift der Kieferorthopäde meist auf festsitzende Geräte zurück. Diese bestehen aus Metallbändern, Brackets aus Metall oder Keramik, Bögen aus Spezialmetallen - teilweise sogar thermoelastisch-, Hilfsteilen und zusätzlichen Verankerungs- und Aktivierungselementen. Normalerweise werden festsitzende Apparaturen (Brackets) an der Außenfläche der Zähne befestigt. In geeigneten Fällen können speziell geschulte Kieferorthopäden die Bögen und Brackets aber auch auf der Innenseite der Zähne anbringen.

Lässt sich bei besonders schweren Fehlstellungen mit Zahnspangen kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen, ist ein operativer Eingriff durch einen Kieferchirurgen die Alternative.

Was kostet eine kieferorthopädische Therapie?

Da jeder Patient eine speziell auf ihn zugeschnittene Therapie bekommt, lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Art und Umfang der Zahnfehlstellung gehören ebenso zu den Kostenfaktoren wie die verwendete kieferorthopädische Apparatur, der Behandlungsaufwand und die Behandlungsdauer.

Grob geschätzt liegen die Kosten für eine kieferothopädische Behandlung, je nach Ausführung, zwischen 3.000 und 8.000 Euro. Wer weniger sichtbare Brackets aus Kunststoff oder Keramik wünscht, muss gegenüber der Metallvariante pro Bracket mit Mehrkosten von circa 25 Euro rechnen. Auch bei einer Therapie mit Invisalign® (durchsichtigen, individuell gefertigten Schienen), liegt der Kostenaufwand bei 4.000 bis 9.000 Euro.

Was leistet die Krankenkasse bei einer kieferorthopädischen Behandlung?

Durch die gesetzlichen Krankenkassen werden grundsätzlich nur Leistungen bezuschusst, die erforderlich, ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind, und dies auch nur bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs. Das heißt, Erwachsene müssen ihre gesamte Behandlung bis auf wenige Ausnahmen komplett selbst finanzieren. Deshalb lohnt sich gerade für solche Anwendungen durchaus eine private Zahnzusatzversicherung. 

In der Praxis für Zahnheilkunde Dr. med. dent. Florian Wenninger in Fürth beraten wir Sie gerne umfassend über alle Möglichkeiten von kieferorthopädischen Leistungen für Ihre Anforderungen. Sprechen Sie uns einfach an!

Die Korrektur von Zahn- und Kieferfehlstellungen lohnt sich immer

Wussten Sie, dass sich Zahn- und Kieferfehlstellungen bis ins hohe Alter korrigieren lassen? Egal, wie alt Sie sind: Nicht nur ästhetische Gründe sprechen für eine kieferorthopädische Behandlung, sondern auch funktionelle und gesundheitliche. In unserer Zahnarztpraxis in Fürth beraten wir Sie gerne umfassend und individuell.

Invisalign – die fast unsichtbare Schiene für Zahnkorrekturen

Wir behandeln Kiefer- und Zahnfehlstellungen mit Invisalign®. Im Gegensatz zur herkömmlichen Zahnspange lässt sich dieses nahezu unsichtbare System aus transparentem Kunststoff jederzeit herausnehmen. So können Sie Ihren Alltag wie gewohnt gestalten: Sport treiben, ein Musikinstrument spielen, essen, trinken, die Zähne reinigen – ganz ohne Einschränkungen. Ein weiteres Plus ist, dass Zähne und Mund nicht durch Metall gereizt und keine Allergien ausgelöst werden.

Gern informieren wir Sie über den genauen Behandlungsablauf.

Auswahl von kieferorthopädischen Apparaturen