Wurzelkanalbehandlung für den Erhalt Ihrer Zähne

  • Umfassende Beratung vor der Behandlung
  • Moderne Wurzelbehandlung mit neuester Technik
  • Nachsorge für dauerhaften Zahnerhalt

Alles Wissenswerte zur Wurzelkanalbehandlung

Wurzelbehandlungen sichern die Funktionsfähigkeit Ihrer Zähne bei Zahnwurzelentzündungen oder bei unfallbedingtem Fehlen von Zahnteilen.

 

Wann ist eine Wurzelkanalbehandlung notwendig?

Unter der Endodontie versteht man einen Teilbereich der Zahnheilkunde, der sich mit Erkrankungen des Pulpa-Dentin-komplexes und des periapikalen (um die Wurzelspitze herum) Gewebes beschäftigt. Das Ziel der endodontischen Behandlung ist die langfristige Erhaltung des eigenen Zahnes.

Zumeist werden Wurzelkanalbehandlungen nach Karieserkrankungen durchgeführt, wenn die für die Zerstörung der Zahnsubstanz verantwortlichen Bakterien bis in das Zahninnere (Pulpa) vorgedrungen sind und die Zahnpulpa (Gefäß-/Nervversorgung des Zahns) erreicht haben. Dort verursachen die Bakterien eine Entzündung und darauf folgend auch das Absterben des Gewebes im Zahn.

Eine Entzündung des Gewebes im Zahn kann folgende Gründe haben:

  1. Karies
  2. chemische oder thermische Reize
  3. ein Riss im Zahn oder
  4. ein Trauma (Schlag auf den Zahn durch einen Unfall)

Wofür ist eine Wurzelkanalbehandlung notwendig?

Die Wurzelkanalbehandlung eines Zahnes hat zum Ziel den eigenen Zahn zu erhalten! Die einzige Alternative ist leider nur die Entfernung des Zahnes. Um die Kaufunktion wieder herzustellen und Kippungen oder Drehungen der Nachbarzähne und Elongationen der Antagonisten (Zähne im Gegenkiefer) zu vermeiden, muss der entfernte Zahn durch ein Implantat oder eine Brücke ersetzt werden. Der Verlust des eigenen Zahnes hat also größere Folgen. Egal wie hochwertig ein moderner Zahnersatz ist, nichts kann den natürlichen Zahn voll ersetzten. Der eigene Zahn ist der beste Zahn!

Wenn also das Gewebe im Zahn (Pulpa) irreversibel entzündet oder abgestorben ist, und dies nicht behandelt wird, kann es zu Schmerzen als auch zu einer Entzündung des der Wurzel umliegenden Knochens führen. Erfolgt keine umgehende Wurzelbehandlung, dann kann sich die Entzündung innerhalb einiger Stunden oder Tage auf den Kieferknochen ausdehnen.

Eine Wurzelkanalbehandlung mit nachfolgender Zahnersatzversorgung, z.B. mit einer Zahnkrone, ist manchmal auch dann geboten, wenn ein Teil eines Zahnes unfallbedingt abgebrochen ist und der Zahnnerv freiliegt.

Wie wird eine Zahnwurzelbehandlung durchgeführt?

Vor Beginn einer Zahnwurzelbehandlung verschafft sich der Zahnarzt anhand eines Röntgenbildes einen genauen Eindruck über die Krümmung der Zahnwurzeln, um die Wurzelkanal-Eingänge leichter zu finden.

Die Wurzelkanalbehandlung wird in der Regel in ein bis drei Behandlungen durchgeführt.

Zu Beginn einer Zahnwurzelbehandlung wird der Bereich um den zu behandelnden Zahn lokal betäubt. Um den Zahn bei der Behandlung vom Mundraum zu isolieren wird über den Zahn ein dünnes Latextuch (Kofferdam) angebracht. Dies soll verhindern, dass während der Behandlung kein Speichel und damit auch Bakterien in den Zahn gelangen. Zudem ist es ein Zusatz an Sicherheit und Komfort für den Patienten. Dann verschafft sich der Zahnarzt einen Zugang zum betroffenen Wurzelkanal. Die erkrankte Zahnwurzel wird eröffnet.

Die Wurzelkanäle werden sehr genau mehrmals elektrometrisch und röntgenologisch vermessen, denn die richtige Längenmessung der Wurzelkanäle ist einer der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wurzelkanalbehandlung.

Mit kleinen, biegsamen Feilen erfolgt dann die sorgfältige Entfernung von Resten des entzündeten oder bereits abgestorbenen Gewebes im Zahn.
Während dessen wird das Zahninnere ständig bis hinab zur Zahnwurzelspitze mit einem Desinfektionsmittel gründlich gereinigt, um Bakterien im komplexen Wurzelkanalsystem (siehe Fotos der transparent gemachten Zähne unten) abzutöten.

Nach Abschluss der ersten Sitzung wird ein Medikament in das Wurzelkanalsystem eingebracht und der Zahn provisorisch verschlossen

In der nächsten Sitzung wird das Medikament entfernt und abermals ausgiebig gereinigt und desinfiziert. Zusätzlich wird die Spülflüssigkeit mit Hilfe von Ultraschall aktiviert und die Reinigung dadurch nochmals verstärkt. Nach Abschluss der Desinfektion der Hohlräume werden diese getrocknet und mit einem plastischen Wurzelkanalfüllmaterial zusammen mit einem Versiegelungsmaterial (Wurzelkanalsealer) gefüllt.

Um die Stabilität eines Zahnes, der viel Eigensubstanz durch Karies oder einem Trauma verloren hat, zu erhöhen, ist es häufig indiziert, in einem der Wurzelkanäle einen Glasfaserstift zu verkleben. Zeitgleich erfolgt die Verschließung des Wurzelkanalsystems durch eine dichte Komposit-Füllung

Der Zahnarzt entscheidet abhängig von dem Zahnsubstanzverlust in Absprache mit dem Patienten, ob nach einer erfolgreichen Wurzelkanalbehandlung eine gewöhnliche Füllung, eine Teilkrone, eine Krone oder eine Stiftverankerung als endgültiger Zahnverschluss zweckmäßig ist.

Wie lange dauert eine Wurzelkanalbehandlung?

Vor einer Zahnwurzelbehandlung führen wir in der Praxis für Zahnheilkunde Dr. med. dent. Florian Wenninger mit Ihnen ein ausführliches Beratungsgespräch. Die dann nach einer Bedenkzeit durchgeführte Zahnwurzelbehandlung erfordert meistens zwei, zuweilen aber auch drei Behandlungstermine.

Die Dauer einer Wurzelbehandlung hängt wesentlich von der Anzahl der zu behandelnden Wurzelkanäle und deren Zugänglichkeit ab (Ausmaß der Krümmung der Wurzelkanäle). Die einzelnen Sitzungen nehmen etwa ein bis zwei Stunden in Anspruch, wobei es aufgrund der individuellen Therapiesituation zu Abweichungen kommen kann.

Zwischen den verschiedenen Behandlungsterminen wird der Zahn provisorisch bakteriendicht verschlossen.

Worauf sollte man nach der Wurzelkanalbehandlung achten?

Nach jeder Behandlung, bei der anästhesiert (lokal betäubt) wurde, solle man erst etwas essen, oder etwas heißes trinken, wenn das Gefühl der Taubheit verklungen ist. Man will sich ja nicht verletzen, ohne es zu merken…

Zwischen der ersten und der letzten Sitzung der Wurzelkanalbehandlungen sollte der behandelte Zahn nicht zu stark belastet werden. Dieser ist in dieser Zeit ja nur provisorisch (mit einem Zement) verschlossen. Erst nach Beendigung der Wurzelkanalbehandlung ist der Zahn wieder normal zu belasten.

Um einen nachhaltigen Therapie-Erfolg sicherzustellen, finden im Anschluss an eine Wurzelbehandlung regelmäßige Kontrolltermine statt. Es wird empfohlen, den Verlauf der Heilung nach 6 Monaten anhand eines kleinen Röntgenbildes erstmals zu kontrollieren. Sollte die Entzündung bis dahin noch nicht vollständig abgeheilt sein, wiederholt man die Röntgenkontrollen 12 Monate und dann 24 Monate nach Abschluss der Wurzelkanalbehandlung.

Ist die Entzündung nachweislich abgeheilt und der Patient weitergehend beschwerdefrei, dann erst sollte der Zahn definitiv mit einer Teilkrone oder einer Krone stabilisiert und damit langfristig versorgt werden.

Mit Hilfe der in meiner Praxis für Zahnheilkunde angewendeten modernen Behandlungsmethoden in der Wurzelkanalbehandlung und mit Hilfe von starken Vergrößerungshilfen, wie Lupenbrille und Dentalmikroskop, liegen die Erfolgsquoten zwischen ca. 70 und 92 Prozent, in Abhängigkeit des Ausgangsbefundes. Die Chancen stehen also gut, Ihren eigenen Zahn zu erhalten!

Was zahlt die Krankenkasse bei einer Wurzelkanalbehandlung?

Die Kosten für eine Wurzelkanalbehandlung variieren je nach notwendigem Aufwand. Eins ist aber sicher: Die Kosten für eine Wurzelkanalbehandlung und einen Zahnaufbau sind geringer als bei alternativen Therapien, denn bei einem Verlust des Zahnes muss die entstandene Zahnlücke aufwendig wieder gefüllt werden (durch ein Implantat ggf. auch vorher ein Knochenaufbau oder alternativ zum Implantat eine Brücke).

Die Kosten für Wurzelbehandlungen übernehmen die Krankenkassen nur bei Erhaltungswürdigkeit eines Zahnes und unter bestimmten weiteren Voraussetzungen. Sind diese bestimmten Voraussetzungen (siehe weiter unten im Text) gegeben, werden die Entfernung von entzündetem Gewebe, die Wurzelkanalfüllung und ggf. die Kosten für die Abtragung der Wurzelspitze von den gesetzlichen Krankenkassen für Front- und Seitenzähne bezuschusst.

Die gesetzliche Krankenkasse versorgt die Versicherten generell nach drei Prinzipien. Die Behandlung soll

  1. zweckmäßig
  2. wirtschaftlich
  3. ausreichend

sein. Sie erinnern sich vielleicht an Schulzeiten? Dann wissen sie noch was „ausreichend“ bedeutet…

Im Speziellen gibt es für die Bezuschussung der Wurzelkanalbehandlung folgende Regelungen:
Bei hinteren Backenzähnen erfolgt eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen im Regelfall nur dann, wenn

  • sich der Zahn in einer lückenlosen Zahnreihe befindet,
  • durch die Wurzel-Behandlung eine einseitige Verkürzung einer Zahnreihe nach hinten vermieden wird („Freiendsituation“) oder
  • die Wurzelkanalbehandlung den Erhalt vorhandenen Zahnersatzes ermöglicht. Falls dies nicht möglich ist, trägt die Krankenkasse lediglich die Aufwendungen für das Ziehen eines Zahns.
  • Zudem muss die Zahn-Anatomie eine Wurzelkanalfüllung bis in das untere Wurzelkanaldrittel zulassen, was bei oft gebogenen Backenzahnwurzeln nicht immer voraussagbar möglich ist.

Bei unsicheren Erfolgsaussichten lehnen die Krankenkassen die Bezuschussung der Behandlungskosten leider ab. Es besteht in diesen Fällen allerdings die Möglichkeit, Behandlung als Privatleistung abzurechnen. Auch für spezielle Behandlungstechniken, welche die Erfolgsquote für einen Behandlungserfolg wissenschaftlich nachgewiesen erhöhen, (z. B. Benutzung von Kofferdam, optischen Vergrößerungshilfen wie einem Dentalmikroskop, elektrometrische Längenmessungen, Ultraschallaktivierung der Spülflüssigkeit) kommen die gesetzlichen Krankenkassen leider nicht auf. Es gibt aber bereits einige private Zusatzversicherungen, die für diese Leistungen aufkommen.

Ich berate Sie gerne zu Ihrem speziellen Fall. Nach ausführlicher Befundung und Diagnostik kann ich Ihnen eine voraussichtliche Erfolgschance für Ihren Zahn nennen. Im Anschluss erstellen wir Ihnen ganz transparent einen Kostenvoranschlag für den Erhaltungsversuch Ihres Zahnes.  Die Chancen stehen meist gut oder sehr gut, Ihren eigenen Zahn zu erhalten, auch wenn es bereits einen vorausgegangenen, nicht erfolgreichen Erhaltungsversuch gegeben hat. Der eigene Zahn ist immer noch der beste Zahn!

Wurzelkanal sichtbar gemacht

Die Aufnahmen sind im Rahmen des Master Studienganges von Dr. Wenninger entstanden. Durch verschiedene Verfahren wurde eine Transparenz der Zähne erreicht. Durch Injizierung von Tusche, konnten die Teils komplexen Wurzelkanalsysteme sichtbar gemacht werden.

Fazit: Warum ist eine Wurzelbehandlung erforderlich?

  • Eine Wurzel-Behandlung ermöglicht bei Entzündungen die Erhaltung eines natürlichen Zahns, der weiterhin fest an seinem angestammten Platz steht und seine gewohnte Funktionsfähigkeit behält.
  • Die bakterielle Infektion, die sich ohne Zahnwurzelbehandlung im Körper ausbreiten könnte, wird gestoppt.
  • Eine ansonsten ggf. notwendig werdende umfangreichere Behandlung (z. B. durch aufwendigeren Zahnersatz) wird vermieden.
  • Ein wurzelbehandelter Zahn verfügt zudem über den optischen Vorteil, genauso auszusehen wie die natürlichen Nachbarzähne.
  • Warum Wurzelbehandlung? Soll zu einem späteren Zeitpunkt wegen verloren gegangener Nachbarzähne eine Brücke eingesetzt werden, so bildet der wurzelbehandelte Zahn eine ausgezeichnete Stütze.

In der Praxis für Zahnheilkunde Dr. med. dent. Florian Wenninger beraten wir Sie gerne über den Ablauf und die Nachsorge bei einer Wurzelbehandlung. Vereinbaren Sie einfach einen Gesprächstermin.

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